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Vom Bewusstsein des Lebens in allem, auch in mir
Die zentrale Frage nach dem „Wer bin ich?“ beschäftigt die Menschen seit jeher. Wer ist das „Ich“ und das „Ich bin“? Die Bezeichung einer Person als Ich und die Identifikation mit dem Körper sind nur ein Teil der menschlichen Bewusstseinsbetrachtung. Auffallend ist bei Kindern, dass sie bei der Frage nach „Wie heißt du?“ intuitiv neben der Namensnennung auch auf ihr Herz zeigen. Es ist das geistige Herz, die Seele als der wahre, göttliche Kern im Menschen, der uns das Bewusstsein „Ich bin“ vermittelt und uns die persönliche Verbindung mit dem Göttlichen in uns herstellt. Der Mensch ist als göttliches Glied mit dem ewigen Leben als Licht und Liebe für immer vereint.
In der Bibel heißt es:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Johannes 11,25)
Durch Jesus Christus ist es uns möglich, das Leben in uns und in allem als das Bewusstsein der Einheit in Gottvater zu erkennen und zu erfahren. Gottes Wille ist es, dass jeder Mensch Seine Gegenwart und Seine Existenz in allem, auch in uns, direkt und unmittelbar über jede Zelle des Körpers, über den Geist, über die Gefühle und somit über sein gesamtes Bewusstsein als das Leben erfahren kann.
Diese Suche nach diesem „Ewigen Leben“ hat ein Ende, wenn der Mensch erkennt, dass er selbst ein Teil dieses göttlichen Bewusstseins ist. Dieses Leben in allem und in uns offenbart das Göttliche in der Welt. Die Lebenskraft ist die Grundlage und Basis für unsere körperliche, geistige und soziale Gesundheit. Diese Gesundheit zu erhalten, zu pflegen und als Dienst am Nächsten zu verstehen und zu verwenden, ist unsere Pflicht und Aufgabe, die wir als Werkzeug und Glieder des Einen Göttlichen als Mensch und Wesen erfüllen sollten. Die Menschen sind mehr als unbelebte Körper, sondern Glieder des Einen, ewigen und unvergänglichen Göttlichen in allem, was ist.
In der Bibel heißt es:
„Es ist wie beim menschlichen Körper: Er bildet eine Einheit und besteht doch aus vielen Körperteilen. Aber obwohl es viele Teile sind, ist es doch ein einziger Leib. So ist es auch mit Christus.“ (1. Korinther 12,12)
So wie Gott alle Menschen als Seine Glieder annimmt und liebt, so sollte auch der Mensch seinen Körper und seine einzelnen Organe als Glieder seines Leibes annehmen und lieben. Diese Fürsorgepflicht kann über die Lebenskraft des Heiligen Geistes zur Gesunderhaltung und zur ganzheitlichen Stärkung von Körper und Geist von jedem Menschen verwandt werden.
Um das Bewusstsein der Einheit in allem zu pflegen und zu bewahren, ist die Charakterbildung der Menschen sinnvoll und notwendig, um den wahren Frieden und das Leben auf Erden zu entfalten und zu bewahren. Das göttliche Wesen ist die Kraft des Lebens, der Liebe und des Lichtes in allem Sein als das Bewusstsein der materiellen und geistigen Welten. Der Mensch verändert seine Sichtweise und somit sein Denken.Gottes Geschenk an uns Menschen ist die direkte Erkenntnis und Erfahrung seiner Gegenwart in allem, was ist, auch in uns. Das Bewusstsein „Gott ist das Leben in allem, auch in mir“ ist ein Geschenk zur Selbsterkenntnis, zur Charakterbildung und zur Wertschätzung aller Menschen und Lebewesen auf Erden. Diese Erkenntnis und Wertschätzung des Lebens offenbart uns den wahren Wert der Liebe und des Friedens auf Erden.
Die folgende Meditation dient dem inneren Weg zum höheren Bewusstsein.
Meditation über die Liebe
„Stellt euch vor:Ich kann die Sprachen der Menschen sprechen und sogar die Sprachen der Engel.Wenn ich keine Liebe habe, bin ich wie ein dröhnender Gong oder ein schepperndes Becken.“( 1. Kor.13, 1)
„Die Liebe ist geduldig. Gütig ist sie, die Liebe.
Die Liebe ereifert sich nicht. Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf.
Sie ist nicht unverschämt. Sie sucht nicht den eigenen Vorteil.
Sie ist nicht reizbar und trägt das Böse nicht nach.“(1. Kor.13, 4-5)
„Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe
diese drei. Doch am größten von ihnen ist die Liebe.“ (1.Kor. 13, 13)
Ich liebe Dich mein Herr und Gott aus meinem ganzen Herzen, aus meiner ganzen Seele. Ich liebe meinen Nächsten wie mich selbst.
Ich liebe Dich, mein Bruder, ich liebe Dich, meine Schwester.
Ich liebe mich.
Ich liebe mich so, wie Gott mich erschaffen hat.
Ich nehme an, was mich trennt von Dir mein Gott und was mich schmerzt.
Ich liebe meine Gefühle und mein Denken.
Ich liebe meinen Körper, meinen Geist. Ich liebe meine Seele.
Ich liebe Dich, mein Herr und Gott, aus meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele.
Ich liebe meine Füße, denn sie tragen meine ganze Last des Tages.
Ich liebe meine Beine, denn sie bewegen mich von Ort zu Ort.
Ich liebe meinen Bauch und meine Brust. Durch sie kann ich fühlen und atmen.
Ich liebe meinen Rücken, ja er trägt mich und stärkt mich auf meinem Weg.
Ich liebe meine Hände und meine Arme, durch sie kann ich arbeiten und beten.
Ich liebe mich so, wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen.
Ich liebe meine Schulter, denn sie tragen die Last des Alltags. Ich liebe meinen Hals und mein Gesicht, meinen Mund, meine Nase, meine Augen, meine Ohren. Sie lassen mich Deine Schöpfung sehen, empfinden, hören und schmecken.
Ich liebe meine Stirn und meinen Kopf, denn wie soll ich denken und handeln, wie kann ich fühlen und unterscheiden, wie kann ich Dich finden, mein Herr und mein Gott.
Ich liebe mich, so wie ich bin, schwach und krank, stark und mutig, traurig und freudig.
Ja, ich liebe mich.
Ich liebe Dich, ich liebe mich, ich liebe meinen Körper, meinen Geist und meine Seele.
Ich liebe Dich, mein Bruder, ich liebe Dich, meine Schwester.
Ich liebe Gottes Schöpfung.
Ich stelle mir vor, ich stehe vor meiner inneren Herzenstür.
Ich öffne diese Tür und trete ein in meinen heiligsten Raum.
Zu Dir, mein Herr und Gott.
Zu Dir, du ewige Liebe.
In Dir ist ewiger Frieden, ewige Ruhe und ewige Glückseligkeit.
Liebe und strahlendes Licht durchfluten mich.
Wir fühlen Liebe, Liebe und Liebe.
Willibald